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Zwischen Offenheit und Abschottung: Diskussion über Heimat und Werte

Winfried Mack, der Stv. Vorsitzende der CDU Landtagsfraktion, warb für ein Heimatbewusstsein, das die gegenwärtigen Polarisierungen der öffentlichen Debatte überwindet.

Auf Einladung des CDU Stadtverbands Herrenberg, der Kreisverbände des Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK) und der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), sowie der und JU entfaltete Mack seinen Ansatz zwischen Offenheit und Abschottung.

Victor Seiler begrüßte in seiner Heimat Oberjesingen, im Sportheim des SV Oberjesingen (Roxy’s Taverna), im Namen der JU und der weiteren Veranstalter die Gäste, die auf politische, aber auch philosophische und theologische Ansätze gespannt waren.

Sabine Kurtz MdL, die Vizepräsidentin des Landtags, unterstrich in ihrem Grußwort gleich zu Beginn die Bedeututung von Humanität. “Bei allen politischen Diskussionen und Entscheidungen sind gerade auch die christlichen Werte prägend.”

Swen Menzel, CDU Vorsitzender und Dr. Christian Herrmann, EAK Vorsitzender führten durch die Veranstaltung. “Aktuell ist die Gesellschaft in Teilen gespalten. Bunt wird schwarz-rot-gold gegenübergestellt. Weltoffenheit und Heimatverbndenheit schließen sich aber gerade nicht aus”, so der CDU Vorsitzende Swen Menzel. Für den EAK verwies der Vorsitzende Dr. Christian Herrmann auf die Bedeutung von Heimat für die politische Seite des Lebens. “Konservatives Denken ist eine "Philosophie der Verbundenheit" und fragt nach dem Prägenden und Bleibenden.”

Gemäß Winfried Mack werde das klassische rechts-links-Schema gegenwärtig überlagert von einem anderen Gegensatz, der besonders durch die Migrationskrise aufgebrochen sei. Individualistisch, überall gleichermaßen zu Hause und der ganzen Welt verpflichtet sind die einen. Während andere durch die klare Definition von Grenzen und Gemeinschaft ihre Identität sichern wollen. Mack kritisierte beide Seiten, dass sie an der komplexen Lebenswirklichkeit vorbeigingen. In der Tradition christdemokratischer Politik beschrieb Mack Heimat als etwas, das zunächst in kleineren Einheiten begegnet, dort praktiziert wird und sich stufenweise zur größeren Einheit zusammensetzt. “Heimat widerfährt etwa in der Familie, in der Nachbarschaft, in der Kirche, in Vereinen, im jeweiligen Wohnort und der umgebenden Landschaft”, so Winfried Mack. Das sein etwas anderes als der abstrakte Begriff der Nation. Es gehe um Verankerung, Einbettung, was im Gegensatz zum "Überall und nirgends" der grenzenlosen Offenheit stehe. Winfried Mack wies auch auf das in der Landesverfassung definierte "Menschenrecht auf Heimat" hin. “Den Kommunen und Regionen kommt in Zeiten der Globalisierung eine identitätsstiftende Bedeutung zu.” Die Migrationswelle stelle Mack zufolge die Frage danach, was uns bestimmt, wo wir zu Hause sind.

In der Diskussion wurde deutlich, dass Gastfreundschaft die Liebe zum eigenen Haus voraussetzt. Um ein loses Nebeneinander einzelner Menschen und Kulturen sowie Parallelgesellschaften zu vermeiden, sahen die Zuhörer es als notwendig an, das zu benennen, was die heimatgebende Kultur, Geschichte und Rechtsstaatsstruktur ausmacht. Heimat könne demnach nicht ohne Regeln und Werte auskommen. Regeln und Werte müssen aber auch klar benannt – und auf deren Einhaltung bestanden – werden.

Rund 30 Gäste – interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder von CDU, EAK, CDA und JU, darunter die Ehrengäste Sabine Kurtz MdL sowie der CDU Kreisvorsitzende Michael Moroff, nutzten die Veranstaltung für eine kontroverse Diskussion. Eine gelungene Veranstaltung über Heimat und Werte, die auch eine Verbindung der Vereinigungen und Menschen innerhalb der CDU Familie dargestellt hat.

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