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Swen Menzel, meine Meinung: Intelligenter Verkehr für Herrenberg

Mehr S-Bahn: Der Slogan der CDU aus der Kommunalwahl 2014 nimmt weiter Fahrt auf. Verbesserungen bei den Tarifen, schnellere Taktung.

Mobilitätsentwicklungsplan Herrenberg: Der Bund stellt 3,25 Millionen Euro Fördermittel für Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität bereit.

Zwei gute Nachrichten für die große Kreisstadt Herrenberg. So bieten sich Möglichkeiten neue Wege für einen intelligenten Verkehr in Herrenberg zu gehen. Das Ziel, die Schadstoffbelastung, v.a. den Stickstoffgehalt der Luft, zu reduzieren kommt jedem Herrenberger zugute. Das Ziel, Fahrverbote zu verhindern steht für mich dabei an erster Stelle. Oder wollen Sie auf ihr Auto verzichten, weil ein Politiker, eine Lobbygruppe oder Ideologie Ihnen das vorschreibt?

Individuelle Freiheit schließt auch die Freiheit der Mobilitätswahl ein. Am Ende ist natürlich jeder persönlich gefragt. In die S-Bahn umzusteigen, das Fahrrad wieder aus dem Keller zu holen, oder neue Wege zu Fuß zu gehen. Die Attraktivität des Angebots entscheidet mit. Die Nacht S-Bahnen am Wochenende sind ein gutes Beispiel. Die CDU Regionalfraktion hat lange und gegen viele Widerstände für dieses Projekt gekämpft. Die Nacht S-Bahnen sind voll, die Menschen, jung und alt, sind zufrieden und kommen gemeinsam sicher nach Hause.


Mehr S-Bahn bedeutet im ersten Schritt die Zonen zu entwirren, mit künftig fünf Ringzonen. Herrenberg, Bondorf, Jettingen und Mötzingen bilden dabei eine Zone, um aus dem Gäu künftig günstiger nach Stuttgart zukommen. Mehr S-Bahn bedeutet das künftige Ziel, einen 15-Minutentakt zwischen 5 Uhr und 20 Uhr zu etablieren. „In 15 Minuten“ können wir dann immer in die S-Bahn einsteigen, egal ob in Herrenberg oder Nufringen. Oder „Sie steigen in den Hauptbahnhof ein“, in Stuttgart. Mehr S-Bahn bedeutet dann auch mehr S-Bahnzüge und damit höhere Kapazitäten. Das ist wichtig, da die S-Bahnen aktuell in den Hauptverkehrszeiten deutlich an die Kapazitätsgrenzen stoßen.

Der Mobilitätsentwicklungsplan Herrenberg soll eine Verbesserung der Luftqualität erreichen. U.a. soll der Verkehrsfluss verstetigt werde. Weniger Stop-and-go Verkehr soll durch eine dynamische Geschwindigkeitsbegrenzung (ähnlich wie auf Autobahnen bekannt), weniger Linksabbiegespuren und weniger Längsparkplätzen erreicht werden. Die Zielsetzung weniger Stop-and-go Verkehr ist absolut richtig. Dass die dynamische Geschwindigkeitsbegrenzung jedoch bis 40 km/h gehen soll überrascht, da Straßenverkehrsordnung und die Logik weiterhin für maximal 50 km/h sprechen, wenn das dem Verkehrsfluss dient. Ob noch weniger Parkplätze in Herrenberg Verkehrsprobleme lösen können bezweifle ich zudem. Viel mehr bedeuten weniger Parkplätze mehr Parkplatzsuche und damit mehr (Stop-and-go) Verkehr. Die konkrete Umsetzung und Begleitung des Mobilitätsentwicklungsplan wird hochinteressant sein. Die CDU wird das Projekt aktiv begleiten, pragmatisch und ideologiefrei.


P.S. Gut finde ich übrigens auch den Zeitplan der Umsetzung. Das Projekt startet sofort, denn die Bundesförderung ist auf die kommenden zwei Jahre begrenzt. Eine Motivation, sind endlich praktisch um intelligenten Verkehr in Herrenberg zu kümmern, ohne sich an endlos langen runden Tischen theoretisch zu verlieren.



Swen Menzel

Der Vorsitzende
CDU Stadtverband Herrenberg


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