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Swen Menzel, meine Meinung: Generationengerechte Politik

Gerne wird von Generationengerechtigkeit gesprochen. Mal um zu begründen, warum nicht bezahlbare Rentenpakete notwendig seien, mal um von Defiziten in der politischen Arbeit und in den Haushalten abzulenken und auf die Zukunft zu hoffen.

Die demografischen Veränderungen sind aber unverkennbar, die Bevölkerungsstruktur verändert sich zu einem größeren Anteil glücklicherweise immer älteren Menschen. Diese Entwicklung verlangt demografiegerechte und damit generationengerechte Antworten. Das gilt gerade vor Ort, wie in Herrenberg und dem Umland, für die Infrastruktur, für Angebote von Verwaltung und Dienstleistungen. Nur Demografiefestigkeit wird Zukunftsfähigkeit schaffen.

Bei einigen politischen Akteuren bedeutet Generationengerchtigkeit das Angebot von Kleinkinderbetreuung und Pflegeheimen, was grundsätzlich nicht falsch ist, aber etwas einseitig und wenig strategisch erscheint. Der Bau eines Pflegeheims in Gültstein für die südlichen Teilorte, das die bestehenden guten Angebote sinnvoll ergänzt, ist unstrittig wichtig.

Aber auch Pflege zu Hause muss verstärkt unterstützt werden. Informationen müssen besser vernetzt werden. Ergänzende Wohnkonzepte gilt es vermehrt in den Fokus zu nehmen und wo möglich zu unterstützen. Angebote wie betreutes Wohnen, die verstärkte und vernetzte Nutzung von Assistenzsystemen, die Idee der Mehrgenerationenhäuser, aber auch neue Wohnformen, wie Senioren-Wohngemeinschaften bieten innovative und altersgerechte Möglichkeiten, die eine alternde Gesellschaft menschenwürdig begleiten können.

Um die Versorgung für ältere Menschen in Herrenberg, den Teilorten und dem Umland sicherzustellen gilt es Ideen wie Hol- und Bringdienste, mobile Verkaufsstellen oder dezentrale Verwaltungsdienstleistungen neu zu denken und zu koordinieren. Denn nicht alles kann überall vor Ort angeboten werden oder ins Internet transferiert werden.

Und Altersgerechtigkeit wird auch durch Barrierefreiheit unterstützt. Gerade Verkehrswege müssen stärker als bisher auf Barrierefreiheit untersucht und angepasst werden. Für ein Zusammenleben aller Menschen, gerade auch behinderter und älterer Menschen, sind die Gegebenheiten zu prüfen und wo nicht vorhanden möglichst barrierefrei weiterzuentwickeln.

Mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im baden-württembergischen Landtag Peter Hauk hatte die CDU Herrenberg vor kurzem ein sehr interessantes Gespräch vor Ort im Wiedenhöfer Stift zur Zukunft der Pflege und zum Umgang mit dem demografischen Wandel vor Ort. Erste Ideen wurden entwickelt und zusammengetragen, die es nun mit Leben zu füllen gilt.

Das Zusammenleben der Generationen, Jung und Alt, in Familien, im nachbarschaftlichen und bürgerschaftlichen Umfeld ist vor allem eine menschliche Dimension. Die Politik kann diese nur und muss diese aber konkret unterstützen. Lassen Sie uns die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam, partei- und generationenübergreifend, angehen.

Swen Menzel
Vorsitzender CDU Stadtverband Herrenberg

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