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Nemeth besorgt nach Brand im Böblinger Restmüllheizkraftwerk

Vier Tage lang dauerte es nach dem Brand am 3. Dezember im Restmüllheizkraftwerk Böblingen, bis die verschiedenen beteiligten Feuerwehren den Brand trotz größter Anstrengungen endgültig unter Kontrolle hatten. Der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete Paul Nemeth will nach diesem mehrtägigen Brand daher nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. „Nach solch einem Vorfall stellen sich Fragen. Gerade auch im Hinblick auf die geplante Erweiterung der Anlage um eine Klärschlammverbrennungsanlage inklusive Phosphorrückgewinnung. Unter anderem danach, weshalb die Brandschutzmaßnahmen im Restmüllheizkraftwerk nicht gegriffen haben und was die während des Brandes freigesetzten Schadstoffe für das Schutzgebiet Glemswald und die weitere Umwelt für Folgeschäden haben könnten“, machte Paul Nemeth deutlich. Antworten in dieser Sache erhofft er sich von den Umwelt- und Gesundheitsbehörden des Landratsamtes und des Landes.

Als am Morgen des 3. Dezembers ein Müllfahrzeug seine Ladung in den Müllbunker des Böblinger Restmüllheizkraftwerks kippt, kommt es zum Brand. Vier Tage braucht es, bis es den Feuerwehren gelingt, den Brand in der dem Zweckverband Restmüllheizkraftwerk Böblingen (RBB) gehörenden Anlage endgültig zu löschen. Erst dann heißt es, Feuer aus. Für Paul Nemeth eine lange Zeitspanne. „Es hat sich gezeigt, wie unberechenbar Brände in solchen Anlagen sein können. Ich bin besorgt, dass es trotz modernster Technik und hochkompetenten Feuerwehren so lange dauerte, bis der Brand gelöscht war. Dieser Vorfall wirft Fragen auf“, sagt der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete, der sich die Antworten darauf in erster Linie von den Umwelt- und Gesundheitsbehörden des Böblinger Landratsamtes und des Landes Baden-Württemberg erhofft. In erster Linie wissen möchte Paul Nemeth, warum die Brandschutzmaßnahmen des RBB nicht gegriffen haben. „Aus meiner Sicht darf in solchen Anlagen überhaupt erst gar nicht das Risiko eintreten, dass etwas in Brand gerät. Geschweige denn, dass es dann vier Tage lang vor sich hin brennt“, so Nemeth. Bedenken hat der CDU-Politiker zudem, dass in diesem Zeitraum kontaminiertes Löschwasser in die Erde gelangt sein könnte oder dass sich in Form der weithin sichtbaren Rauchsäule giftige Schadstoffe ungehindert in der Umwelt verbreitet haben. „Der angrenzende städtische Glemswald von Böblingen und Sindelfingen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger. Ich möchte erfahren, ob der Brand im Restmüllheizkraftwerk für den Glemswald und die weitere Umwelt Folgen hat“, machte Paul Nemeth deutlich und regte an: „Ich halte es in solch einem Fall für notwendig, dass Umweltexperten zur Rate gezogen werden, die durch Messungen vor Ort zeitnah Messdaten hinsichtlich möglicher Schadstoffe liefern können“. Wichtig ist dem Böblinger CDU-Landtagsabgeordneten eine lückenlose Aufklärung des Brandes im Restmüllheizkraftwerk auch hinsichtlich der geplanten dortigen Erweiterung: „Hier soll eine weitere Anlage für die Verbrennung von Klärschlamm und eventuell auch für die Rückgewinnung von Phosphor entstehen. Gerade im Hinblick auf das jetzt erst nach mehreren Tagen gelöschte Feuer möchte ich wissen, was der RBB für Brandschutzmaßnahmen vorgesehen hat. Denn durch den Bau von neuen geplanten Industrieanlagen entstehen für Mensch und Tier bei möglichen weiteren Vorfällen zusätzliche Gefahren beim Austreten von giftigen Dämpfen“, so Paul Nemeth.

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