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Die CDU-Basis hat das Wort

Basiskonferenz findet großes Interesse bei den Unionsmitgliedern im Kreis Böblingen

Die Landesspitze der CDU hatte zur Aufbereitung der Landtagswahl die Veranstaltungsform von Basiskonferenzen gewählt, um mit den Mitgliedern ins Gespräch zu kommen, deren Wort zu hören, und über den aktuellen Stand der Koalitionsverhandlungen zu informieren. Am vorletzten Donnerstag fand im Kreis Böblingen eine Basiskonferenz statt. Rund 150 Mitglieder trafen sich in Renningen bei Parteifreund Andreas Walker, Inhaber des gleichnamigen Hotel- und Restaurantbetriebs, um über die aktuelle Lage der CDU zu diskutieren.

Vom Spitzenpersonal der CDU zugesagt hatten der Landesvorsitzende Thomas Strobl MdB, sowie der Spitzenkandidat der Landtagswahl und CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag Guido Wolf MdL. Die finale Phase der Koalitionsverhandlungen forderte jedoch deren Anwesenheit in Stuttgart, so dass der CDU-Bezirksvorsitzende Steffen Bilger MdB in Vertretung gekommen war. Steffen Bilger war eigens aus Berlin angereist, um die Worte der CDU-Basis zu hören und über die Koalitionsverhandlungen zu berichten, an denen er ebenso wie die CDU-Landtagsabgeordneten im Kreis Böblingen Sabine Kurtz und Paul Nemeth in zentraler Funktion beteiligt war.

Der Kreisvorsitzende Dr. Dr. Matthias Kauffmann, begrüßte die Mitglieder und freute sich über das zahlreiche Erscheinen. Er betonte, dass es wichtig sei, dass bei der gefundenen Koalitionsvereinbarung die Glaubwürdigkeit der CDU erhalten bleibe. „Die Konsequenz und der Kompromiss sind Todfeinde auf Lebenszeit" dieses Zitat von Erich Limpach müsse zum Denkspruch für die CDU werden. An dieser Stelle sei es besonders wichtig, dass man nicht zuvor für weniger Schulden sein kann und danach bereit ist, mehr Schulden mitzutragen. Weiterhin sei es von Bedeutung beim Thema Bildungspolitik, dass man Gemeinschaftsschulen nicht ausbaue und keine gymnasialen Oberstufen an diesen einführe. Ein Grundsatz in der Politik muss es sein: Ein Ja müsse ein Ja bleiben und ein Nein ein Nein.

In ihrem Grußwort dankte Sabine Kurtz MdL den Mitgliedern und Vertreter der Vereinigung für ihren umfassenden und enormen Einsatz im Rahmen des Wahlkampfes. Die Ortsverbände, aber auch die Senioren Union, die Junge Union, CDA, die Mittelstandsvereinigung, die Frauen Union und der EAK waren zentrale Stützen des vorangegangenen Landtagwahlkampfes. Das Ergebnis sei weit hinter den Erwartungen zurück geblieben, gestand die Leonberger Abgeordnete ohne Umschweife ein. Man habe es nicht geschafft mit dem Guido Wolf gegen den amtierenden Ministerpräsidenten anzukommen. Landespolitische Themen hätten in diesem Wahlkampf leider keine Rolle gespielt. Aus den Koalitionsverhandlungen konnte Kurtz berichten, dass die CDU eine Stärkung der Diversität der Schularten erkämpft habe. Eine diesbezügliche Stärkung der Realschule gehe zu 100% auf das Konto der Union, so Sabine Kurtz.

Der Vorsitzende der CDU-Nordwürttemberg Steffen Bilger MdB bekannte klar, dass 27% der Wahlstimmen eine herbe Niederlage für die CDU bedeuten. Von zentraler Bedeutung sei es, dass in den aktuellen Verhandlungen und einem daraus möglichen Koalitionsvertrag eine klare Mitsprache und Handschrift der Landes-CDU zu entnehmen sei. Mit einer Koalitionsvereinbarung habe das CDU-Personal in der Regierung die Pflicht, die CDU-Positionen zu vertreten, und könne auch Widerstände des Koalitionspartners nicht im Vornherein scheuen, so Bilger.

Im Anschluss an die kurzweiligen Ausführungen von Steffen Bilger MdB schloss sich eine umfassende und kontroverse Diskussion der anwesenden CDU-Mitglieder an. Dem Kreisvorsitzenden Dr. Dr. Matthias Kauffmann war es wichtig, dass jedes Mitglied mit seiner Frage oder Ansicht zu Wort kommen konnte. Kauffmann dankte Steffen Bilger und wünschte sich, dass Bilger weiter nach vorne in der Politik trete. „Ich würde mich sehr freuen, wenn Steffen Bilger Chef der Landesgruppe im Bundestag wird“. Damit wäre der Platz wieder mit einem kompetenten Kopf aus der Region besetzt, so der CDU-Kreisvorsitzende. 

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